Spirituelle Astrologie und Numerologie - Helga Biebers
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Die Symbolik des Tierkreises

(Es handelt sich um eine Allegorie)


... Und es war Morgen, als Gott vor seinen zwölf Kindern stand und in jedes von ihnen den Samen menschlichen Lebens legte. Die Kinder traten nacheinander vor ihn, um seine Gaben zu empfangen.

„Dir, Widder, gebe ich als Erstem meinen Samen. Du hast die Ehre, ihn auszusäen. Jeder Same, den Du säst, soll sich in deiner Hand millionenfach vermehren. Du wirst keine Zeit haben, den Samen wachsen zu sehen, denn alles, was du pflanzest, erzeugt wieder Neues, was gepflanzt werden muss. Du bist der Fackelträger. Du wirst der Erste sein, der den menschlichen Geist mit meiner Idee durchdringt. Dein Leben ist Tat, und ich verleihe dir dazu den Mut. Die Tat, die ich dir auferlege, ist: Beginne damit, den Menschen meine Schöpfung bewusst zu machen. Für deine gute Arbeit gebe ich dir die Tugend der Selbstachtung.“ Ruhig ging Widder auf seinen Platz zurück.

„Dir, Stier, gebe ich die Kraft, etwas aus dem Samen zu schaffen. Deine Aufgabe ist groß und erfordert Geduld, denn du musst das Begonnene vollenden, sonst wird der Same vom Wind davon geweht. Bleib bei deinem Weg, hinterfrage nicht , ändere deine Meinung nicht auf halbem Wege, verlass dich nicht auf andere. Dafür schenke ich dir Kraft, Geduld und Durchhaltevermögen. Nutze sie weise." Und Stier ging auf seinen Platz zurück.

„Dir, Zwilling, gebe ich die Fragen ohne Antworten, damit du allem Verständnis entgegenbringen kannst. Deine Neugier wird dich führen und Unzählige werden deine Freunde werden. Du wirst niemals wissen, warum die Menschen reden oder zuhören, aber auf der Suche nach der Antwort wirst du mein Geschenk des Wissens finden." Und Zwilling ging zurück auf seinen Platz.

„Dir, Krebs, gebe ich die Aufgabe, die Menschen Gefühle zu lehren. Ich möchte, dass du auf deinem rückwärts gerichteten Weg die Menschen zum Lachen und zum Weinen bringst. Dafür wirst du und die Menschen um dich herum inneren Reichtum, Gefühlstiefe und Weisheit erlangen. Du erhältst von mir das Geschenk der Familie, damit sich dein Reichtum vermehrt." Und Krebs ging zurück an seinen Platz.

„Dir, Löwe, gebe ich die Aufgabe, der Welt meine Schöpfung in all ihrem Glanz zu offenbaren. Aber hüte dich vor dem Stolz! Erinnere dich immer daran, dass es meine Schöpfung ist und nicht die deine. Wenn du es vergisst, werden dich die Menschen verachten. Es liegt viel Freude in deiner Arbeit, wenn du sie nur richtig machst. Dafür sollst du das Geschenk der Würde und der Ehre erhalten." Und Löwe ging zurück auf seinen Platz.

„Du, Jungfrau, erhältst die Aufgabe, alles zu prüfen, was der Mensch mit meiner Schöpfung gemacht hat. Du sollst seine Wege gründlich erforschen und ihn auf seine Irrtümer aufmerksam machen, damit durch dich meine Schöpfung vollkommen werden kann. Hierfür gebe ich dir das Geschenk der klaren und reinen Gedanken." Und Jungfrau ging zurück an seinen Platz.

„Dir, Waage, gebe ich die Aufgabe, überall wo es Unstimmigkeiten gibt, für Frieden und Harmonie zu sorgen. Du sollst die Menschen an ihre Pflichten dem Nächsten gegenüber erinnern, auf dass sie Zusammenarbeit lernen und auch, ihre Handlungen von einem anderen Standpunkt aus zu betrachten. Für deine Bemühungen will ich dir die Liebe schenken." Und Waage ging zurück an ihren Platz.

„Dir, Skorpion, gebe ich eine sehr schwierige Aufgabe. Du wirst fähig sein, die Gesinnung der Menschen zu kennen, aber ich erlaube dir nicht, über das, was du lernst, zu sprechen. Oft wirst du unter deinen Erkenntnissen leiden und in deinem Schmerz wirst du dich von mir abwenden. Dies geschieht, wenn du vergisst, dass nicht ich es bin, der dein Leid verursacht, sondern die Verdrehung meiner Idee. Du wirst so viel von dem Menschen sehen, dass du ihn als Tier kennen lernst, und du hast so viel mit seinen animalischen Instinkten in dir selbst zu kämpfen, dass du deinen Weg aus den Augen verlierst. Aber wenn du schließlich zu mir zurückkehrst, habe ich für dich das größte Geschenk der Zielbewusstheit." Und Skorpion ging zurück.

Schütze, von dir fordere ich, dass du den Menschen Freude und Lachen bringst, denn inmitten ihres Missverstehens meiner Ideen werden sie verbittert. Durch Freude und Lachen gibst du den Menschen Hoffnung, und durch die Hoffnung richten sie ihre Augen wieder auf mich. Du wirst mit vielen Leben in Berührung kommen, und du wirst die Ruhelosigkeit in jedem Leben spüren. Dir, Schütze, gebe ich das Geschenk der Freude, der Unterstützung und des grenzenlosen Überflusses, damit du dich weit entfalten kannst, um selbst die finstersten Ecken zu erhellen." Und Schütze ging zurück auf seinen Platz.

„Von dir, Steinbock, fordere ich den Schweiß deines Angesichts, damit die Menschen von dir das Arbeiten lernen. Du hast keine leichte Aufgabe, denn die Mühen aller Menschen werden auf deinen Schultern liegen. Doch für die Bürde deiner Lasten lege ich die Verantwortung in deine Hände und schenke dir hohes Ansehen." Und Steinbock ging zurück.

„Dir, Wassermann, gebe ich die Vorstellung von der Zukunft, damit die Menschen neue andere Möglichkeiten sehen können. Du wirst den Schmerz der Einsamkeit erfahren, denn ich erlaube dir nicht, meine Liebe zu personifizieren. Doch dafür, dass du den Menschen neue Möglichkeiten aufzeigst, erhältst du von mir das Geschenk der Freiheit, damit du der Menschheit immer dienen kannst, wenn sie dich braucht." Und Wassermann ging an seinen Platz zurück.

Dir, Fische, gebe ich die schwierigste Aufgabe von allen. Du sollst die Sorgen aller Menschen sammeln und sie mir zurückgeben. Deine Tränen werden schließlich meine Tränen sein. Das Leid, dass du auf dich nimmst, ist die Folge des menschlichen Missverstehens meiner Idee, doch du sollst Erbarmen mit ihnen haben, damit sie es noch einmal versuchen können. Für diese schwierige Aufgabe, erhältst du von mir das größte Geschenk von allen. Du wirst das einzige meiner zwölf Kinder sein, das mich versteht. Doch diese Gabe gehört dir allein. Wenn du versuchst, sie anderen mitzuteilen, wird man dir nicht zuhören." Und Fische ging zurück auf seinen Platz.

Dann sprach Gott: „Jeder von euch besitzt einen Teil meiner Idee. Ihr dürft diesen Teil nicht mit meiner ganzen Idee verwechseln, noch sollt ihr euch wünschen, die einzelnen Teile miteinander zu vertauschen. Denn jeder von euch ist vollkommen, doch das werdet ihr erst wissen, wenn alle zwölf von euch EINS sind. Dann erst wird jedem einzelnen von euch die Ganzheit meiner Idee offenbart werden."

Die Kinder gingen, jedes von ihnen, fest entschlossen, sein Bestes zu tun. Doch keines von ihnen verstand sein Geschenk und seine Aufgabe ganz, und als sie verwirrt zu Gott zurückkamen, sprach er: „Jeder von euch glaubt, dass die Gaben der anderen besser seien. Darum erlaube ich euch zu tauschen." Für den Moment war jedes seiner Kinder begeistert, als es all die Möglichkeiten seiner neuen Aufgabe erwog. Aber Gott lächelte, als er hinzufügte: „Ihr werdet noch viele Male zu mir zurückkommen und mich bitten, euch von eurer Aufgabe zu befreien, und jedes mal werde ich eurem Wunsche nachkommen. Ihr werdet durch unzählige Inkarnationen gehen, bis ihr die ursprüngliche Aufgabe, die ich für euch vorgesehen habe, vollständig erfüllt. Ich gebe euch unendlich viel Zeit dafür, doch erst nach Erfüllung dieser Aufgabe könnt ihr bei mir sein."

 

 

Letzte Änderung:
November 09. 2017 11:46:28